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Metaphysik

Wesen und Sein

Geschaffene Seiende tragen den vollen Grund ihrer Aktualitaet nicht in sich selbst.

Dieses Konzept schafft Raum fuer Kontingenz und Schoepfung. Ein Geschoepf ist als bestimmte Art von Ding verstehbar und braucht doch das Sein, um wirklich zu sein und erhalten zu bleiben.

Leitfrage

Was erklaert, dass diese Art von Ding hier und jetzt ueberhaupt wirklich ist?

Woran man es erkennt

Achte darauf in Argumenten ueber Kontingenz, Schoepfung, Teilhabe und warum Geschoepfe ihre eigene Erklaerung nicht in sich tragen.

Was dieses Konzept im Thomismus leistet

  • Zeigt, warum endliches Sein auch ohne materielle Teile zusammengesetzt ist.
  • Bereitet Teilhabe und Beweise vor, die beim subsistierenden Sein selbst enden.
  • Verhindert, dass Sein auf einen blossen Begriff reduziert wird.

Drei Blickwinkel fuer eine gute Lektuere

Mehr als eine Definition

Das Wesen sagt, was ein Ding ist; das Sein macht es wirklich. Der Thomismus weigert sich, beides im Geschoepf zusammenzuziehen.

Warum Geschoepfe abhaengig sind

Wenn Wesen und Sein verschieden sind, ist das Geschoepf als Empfaenger von Aktualitaet und nicht als in sich stehendes Sein verstehbar.

Ein Weg zur Teilhabe

Wenn Sein empfangen wird, kann die Metaphysik von begrenzter Teilhabe an Vollkommenheiten sprechen statt von absolutem Ursprung in den Dingen selbst.

Studienfragen

  1. 1Erklaere, warum selbst eine vollstaendige Definition eines Geschoepfs es noch nicht existieren laesst.
  2. 2Zeige, wie diese Unterscheidung den Abstand zwischen kontingenten Seienden und dem subsistenten Sein selbst verschaerft.
  3. 3Verbinde das Konzept mit der thomistischen Lehre von der Schoepfung aus dem Nichts.

Die weitere Architektur im Blick behalten

Der Lexikon-Eintrag zur Teilhabe ist ein guter naechster Schritt, wenn die Zusammensetzung von Wesen und Sein klar geworden ist.

Zum thomistischen Begriffslexikon