Zurueck zu den wichtigen Konzepten

Theologie

Gnade vollendet die Natur

Uebernatuerliches Leben heilt und erhebt geschaffene Kraefte, statt sie zu zerstoeren.

Dieser Grundsatz bewahrt den Thomismus davor, das Heil als Verwerfung der Schoepfung zu deuten. Natur ist wirklich, verwundet und gut; Gnade stellt sie wieder her und erhebt sie auf ein Ziel, das ihre eigene Kraft uebersteigt.

Leitfrage

Wie kann das Heil den Menschen verwandeln, ohne die geschaffene Wirklichkeit zu zerstoeren?

Woran man es erkennt

Achte darauf in Sakramententheologie, Tugendlehre, Freiheitsfragen und in thomistischen Darstellungen von Schoepfung, Suende, Erloesung und Heiligung.

Was dieses Konzept im Thomismus leistet

  • Die Formel schuetzt zugleich die Integritaet der Schoepfung und die Unverdientheit des Heils.
  • Freiheit wird nicht umgangen, sondern durch Gnade befaehigt.
  • Sakramente, Tugenden und Gebet stehen alle in dieser Logik der Erhoehung.

Drei Blickwinkel fuer eine gute Lektuere

Schoepfung bleibt wirklich und gut

Die Formel schuetzt die Integritaet der Natur. Gnade ersetzt geschoepfliche Kraefte nicht durch etwas Fremdes, sondern heilt und erhebt sie.

Gnade bleibt wirklich Gabe

Die Erhebung bleibt ungeschuldetes Geschenk. So vermeidet der Thomismus, das uebernatuerliche Ziel als von Natur aus geschuldet erscheinen zu lassen.

Freiheit wird vollendet, nicht uebergangen

Gnade wirkt nicht als Rivalin der Freiheit. Sie macht den Menschen faehiger, auf das hoechste Gut hin zu handeln.

Studienfragen

  1. 1Erklaere, was bewahrt und was erhoeht wird, wenn Gnade die Natur vollendet.
  2. 2Beschreibe, warum dieses Prinzip fuer Freiheit und Verantwortung wichtig ist.
  3. 3Verbinde das Konzept mit heiligmachender Gnade, Tugend und sakramentalem Leben.

Die weitere Architektur im Blick behalten

Kehre zur Konzeptuebersicht zurueck, wenn diese Seite klar ist; das Verhaeltnis von Gnade und Natur sammelt viel vom Thomismus in einer Formel.

Zurueck zu den wichtigen Konzepten