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Natur

Finalursache

Dinge handeln auf Ziele hin, und diese Ziele machen ihre Taetigkeiten verstehbar.

Finalkausalitaet ist kein entbehrlicher mittelalterlicher Zusatz. Sie ist der Rahmen, der Natur, praktische Vernunft und moralische Bewertung zu mehr macht als Beschreibungen blosser Wirkursachen.

Leitfrage

Welches Ziel macht diese Taetigkeit verstehbar statt zufaellig?

Woran man es erkennt

Achte darauf, wenn Thomas ueber Naturkraefte, Klugheit, Gesetz, Vorsehung oder die gute Vollendung eines Vermoegens spricht.

Was dieses Konzept im Thomismus leistet

  • Natur ist lesbar, weil Kraefte auf charakteristische Vollendungen hingeordnet sind.
  • Ethik haengt von Finalitaet ab, weil gute Handlung passende Ziele betrifft.
  • Argumente ueber Design und Vorsehung setzen eine wirklich geordnete Welt voraus.

Drei Blickwinkel fuer eine gute Lektuere

Natur ist lesbar

Finalursachen machen es moeglich, von Vermoegen und Erfuellungen zu sprechen, statt die Welt nur auf wirksame Stoesse zu reduzieren.

Ethik braucht Teleologie

Praktische Vernunft setzt voraus, dass manche Ziele der menschlichen Natur wirklich entsprechen und nicht bloss subjektiv bevorzugt werden.

Vorsehung ist nicht willkuerlich

Eine auf Ziele geordnete Welt kann weise gelenkt werden. Darum stuetzt Finalitaet auch das thomistische Denken ueber goettliche Weisheit.

Studienfragen

  1. 1Nenne ein natuerliches Vermoegen und das Ziel, das seine gesunde Taetigkeit bestimmt.
  2. 2Erklaere, warum Wirkursachen allein die Finalitaet in der thomistischen Ethik nicht ersetzen koennen.
  3. 3Verbinde Teleologie mit Gemeinwohl und goettlicher Vorsehung.

Die weitere Architektur im Blick behalten

Das Naturrechtsmaterial wird deutlich schaerfer, wenn Teleologie klar ist, weil Gesetz und Ethik auf wirkliche Ziele hingeordnet sind.

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